Erste Hilfe gegen Bettwanzen:  

 

Die Matratze frei legen und nur ein Laken als Unterlage benutzten. Dann die Bereiche gründlich absaugen. Nicht selbst sprühen, wie einfach rings um das Bett mit doppelseitigem Klebeband arbeiten, welches sich leicht wieder lösen lässt. Den Kammerjäger anrufen und einen Termin vereinbaren.

 

In der Zwischenzeit die Bettwäsche waschen und an anderen Orten lagern. Wäsche kann auch eingefroren werden bei wenigstens Minus 18 Grad und das über wenigstens einen Tag. Das gilt für Wäsche, die nicht bei 60 Grad Celsius gewaschen werden kann. Auch ein Trockner ist eine gute Sache als erste Hilfe.  

 

Wenn das Bett "Füße" hat, die Matratze saugen und die Füße mit Vaseline einschmieren, dann gelangen die Bettwanzen nicht mehr nach oben oder Wasserschalen benutzen, die man unter die Füße des Bettes stellt.  

 

Gegenstände nur in großen Säcken und mit Tape verklebt in andere Bereiche verbringen.  

 

Mit dem Staubsauger alle Bereiche absaugen (Beutel danach tauschen), nach Möglichkeit die Fussleisten abnehmen und diese mechanisch reinigen.  

 

Alle Bereiche müssen staubfrei sein.  

 

Bilder und alles an der Wand abnehmen und auch diese Teile reinigen oder in Säcke packen und mit Tape verschließen.  

 

Ein Dampfreiniger hilft zusätzlich, damit die vermutlich befallenden Bereiche behandeln.  

 

Eine Behandlung durch den Kammerjäger ersetzt diese erste Hilfe nicht. Das ist jedoch das Nötige für den ersten Moment.

 

Veilleicht liegt kein Betwanzenbefall vor.

 

Als Ursache sind mitunter sind aber auch andere Ursachen möglich, wie Herbstmilben oder Flöhe, wenn Stiche auftreten oder gar Stress, was ähnliche Hautirritationen verursachen kann.  

 

Rufen Sie den Kammerjäger, er wird Ihnen helfen können. Er kann die Bereiche absuchen und Tiere finden, Ursachen feststellen und steht Ihnen zur Seite.   Sprühen Sie bitte nicht selbst. Das vertreibt die Tiere unnötig in andere Bereiche.

 

Suchen Sie den Arzt ebenso auf. 


 

 

Telefon Mobil: 

01577 - 923 13 12

 


Leitfaden Bettwanzen und Bekämpfung (Abkürzung im Text: B.)

 

Juli 2016

 

Lat. Cimex lectularius

Aussehen, Entwicklung, Biologie

Erwachsene B sind abgeflacht und rotbraun gefärbt. Frisch geschlüpft bzw. ausgehungert sind sie 5-6 mm lang, vollgesogen können sie 8-9 mm erreichen. Bettwanzen sind flugunfähig, sie verfügen lediglich über ein paar Flügelstummel. Auf der Körperunterseite liegt ein gegliederter Stechrüssel, der zu Nahrungsaufnahme nach vorn geklappt wird. Das Brustschild ist beiderseits des kleinen Kopfes bis in die Augennähe verlängert. Männchen und Weibchen unterscheiden sich leicht in ihrer Körperform. Erwachsene B werden mehrere Monate alt. Da die Weibchen zeitlebens täglich ca. 2-3 Eier legen, produziert jedes Weibchen im Laufe des Lebens etwa 350-400 Eier, die in der Umgebung festgeklebt werden. Die Eier sind 1 mm lang, anfangs noch weißlich, nach dem Schlüpfen der Eilarven jedoch farblos und durchsichtig.

 

Die Geschwindigkeit der Eientwicklung wird maßgeblich von der Temperatur beeinflusst. Bei einer Zimmertemperatur von 20 Grad Celsius beträgt sie ca. 2 Wochen. Die Entwicklung zur erwachsenen B erfolgt über fünf Larvenstadien. Die Larven ähneln, von der Größe abgesehen, bereits den erwachsenen Tieren. Die ersten Larvenstadien sind nahezu durchsichtig, die späteren Stadien werden allmählich dunkler. Die Färbung hängt auch vom Ernährungszustand ab, da der Darminhalt von außen erkennbar ist.

 

Die Entwicklungsdauer der Larven wird ebenfalls von der Temperatur beeinflusst; bei einer durchschnittlichen Zimmertemperatur von 20 Grad Celsius liegt sie bei 2-3 Monaten. Sämtliche bewegliche Entwicklungsstadien beider Geschlechter ernähren sich vom Blut des Menschen.

 

Der Vorgang des Blutsaugens beansprucht bei erwachsenen Bettwanzen 10-15 Minuten, bei den einzelnen Larvenstadien entsprechend weniger. Die Blutaufnahmeerfolgt in der Regel einmal pro Woche. Steht vorübergehend kein Wirt zur Blutaufnahme zur Verfügung, sind Bettwanzen in der Lage mehrmonatige Hungerperioden unbeschadet zu überstehen. Erwachsene B erreichen ein Alter von 6-12 Monaten. B sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber halten sie sich in trockenen Kleinstverstecken, sogenannten Refugien auf.

 

Über Aggregationspheromone locken sich B unterschiedlicher Entwicklungsstadien gegenseitig an, so dass größere Ansammlungen entstehen. Alarmpheromone, die als Hauptbestandteil Hexenal und Octenal enthalten, veranlassen die schnelle Flucht der B bei drohender Gefahr. Alarmpheromone könnten bei der Ausbreitung von Wanzen in Gebäuden eine Rolle spielen.

 

Stiche und Sichtreaktionen

Die meisten Menschen reagieren auf Wanzenstiche mit kleineren Pusteln und Juckreiz. Allerdings gibt es erhebliche individuelle Unterschiede in der Reaktion des Menschen auf Bettwanzenstiche. Während besonders unempfindliche Menschen kaum Reaktionen zeigen, können bei empfindlichen Menschen stärkere allergische Reaktionen auftreten. Gerade bei unempfindlichen Menschen kommt es häufiger zu Massenbefall mit B, da sich die betroffenen Menschen von ihnen nicht belästigt fühlen. Spezifische Krankheitskeime werden von B nicht übertragen. Durch Aufkratzen juckender Pusteln kann es jedoch zu Sekundärinfektionen kommen.

 

Selbst für Hautärzte ist es nicht möglich, anhand von Stichreaktionen eindeutig auf Bettwanzenbefall zu schließen. Von Befall Betroffene klagen häufig über massive Schlafstörungen. Verhaltensregeln für Betroffene / Auftraggeber Wenngleich wohl niemand gern in einem Zimmer nächtigt, das von B heimgesucht wird, so ist es (zumindest im Privatbereich) dennoch empfehlenswert, dass Betroffene auch weiterhin in behandelten Zimmern schlafen. Dadurch kommen die B eher mit den ausgebrachten Insektiziden in Kontakt und außerdem ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass B in benachbarte Räume abwandern.

 

Das wichtigste Argument für das Übernachten in befallenen Räumen ist jedoch, dass anhaltende nächtliche Stiche am zuverlässigsten Auskunft darüber geben, ob ein Bettwanzenbefall weiter vorliegt oder nicht. Gerümpelansammlungen und Bettkästen sind zu vermeiden. Allerdings ist es i.d.R. unnötig Matratzen oder Betten zu entsorgen. Da B sich überwiegend, aber nicht ausschließlich in den Betten selbst verbergen, bestünde die Möglichkeit, dass neue Betten von Wanzen - die sich an einer anderen Stelle im Schlafzimmer versteckt hielten - besiedelt würden.

 

Daher ist eine Entsorgung von Bett und Matratze nur zu empfehlen wenn starker Befall vorliegt oder wenn die natürliche Altersgrenze der betroffenen Gegenstände ohnehin erreicht ist. Zudem ist der Transport des Bettes aus der Wohnung oder dem Haus nicht unproblematisch und es besteht die Gefahr, dass befallene Betten durch Wiederverwertung von Gegenständen vom Sperrmüll in fremde Wohnungen gelangen. Es ist darauf zu achten, dass die Betroffenen Menschen keine Gegenstände aus befallenen Räumen entfernen, bevor ein Schädlingsbekämpfer anwesend ist. Das Risiko, Wanzen in benachbarte Bereiche zu verschleppen ist nicht kalkulierbar.

 

Kosten einer Bekämpfungsmaßnahme

Die Kosten einer Maßnahme hängen maßgeblich von der Schwere des Befalls (wie lange sind die B schon vor Ort), der Größe des Objekts und den Umgebungsbedingungen ab. Es sind normalerweise drei Maßnahmen erforderlich, bis der Befall beseitigt ist. Wir haben gelegentlich mit einmaligen Behandlungen oder auch zwei Einsätzen Tilgungen erzielt. Der Erfolg setzte die Bereitschaft der Mitarbeit des Auftraggebers voraus, was aber in einem solchen Fall im allgemeinen nicht ein Problem ist, denn diese Tiere sind äußerst unangenehm. Zwischen den Maßnahmen liegen Zeiträume von 10-20 Tagen, je nach Umgebungsbedingung, Situation und Erfordernis.

 

Alternative Behandlungsmethoden  

Hitzebehandlungen (führen wir nicht durch)  

Die Bekämpfung von Bettwanzen mittels Hitze ist eine durchaus Erfolg versprechende Variante, allerdings besteht das Risiko, dass die Bettwanzen in benachbarte Bereiche abwandern. Die Raumtemperatur müsste mindestens auf 60 Grad Celsius für 3 Stunden oder mindestens 49 Grad Celsius für 24 Stunden erhöht werden Zudem ist diese Methode mit viel Aufwand verbunden, da eine Starkstromleitung gelegt werden muss und Oberflächen angegriffen werden können. Die Hitzebehandlung hat keinen vorbeugenden Effekt, wie wenn Spritzmittel ausgebracht werden. 

 

Spürhunde gegen Bettwanzen

Der Einsatz ist in Europa so langsam ein Thema. Der Einsatz in einigen Fällen sinnvoll, z.B. zur Erfolgskontrolle, in sehr grossen Bereichen, bei schwachem Befall.

 

 

Telefon Mobil: 

01577 - 923 13 12

National Geographic: Bettwanzen (Bed bugs)

Schädlinge in der Presse und auf Video

Presseberichte über Ratten, Mäuse und weitere Schädlinge

Filme auf youtube über Schädlinge 


Bettwanze in Gummierung des Lattenrost

Bettwanze und Kotpunkte an Wand


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Hier sehen Sie Bettwanzen an Bilderrahmen, Fussleisten und auf dem Boden. Der Befall ist mehrere Wochen alt, wenn nicht Monate. Es wurden bereits Mittel in Eigenanwendung gesprüht, was zu weiterer Ausbreitung führte.