Alle Bienen und Hummelarten wurden vom Gesetzgeber unter besonderen Schutz gestellt.

 

Besonders häufig im menschlichen Siedlungsbereich sind die solitären Wildbienenarten anzutreffen, welche keine Staaten bilden. Sie bilden eine Gruppe von ungefähr 500 Arten.

 

Ansiedelungen von Wildbienen

 

  • Zementputz
  • Lehmverputz von Hauswänden
  • Kopfsteinpflaster
  • Holzgänge
  • Erdreich
  • sandiger Boden

 

In günstigem Umfeld finden sich Kolonien vor, welche jedoch nicht staatenbildend sind. Größere soziale Formen von Organisation weisen lediglich die Furchenbienen auf und die Hummeln.

 

Günstige Nistplätze für Wildbienen

  • verwittertes Totholz
  • morsche Baumstümpfe
  • Äste
  • morsche Balken von Schuppen
  • Scheunen und Ställen

 

Merke: Unter Dachfenstern, an Gartenmöbeln, in kleinen Löchlein und auf Ritzen und Spalten siedeln äußerst gerne die solitären Wildbienenarten, welche keine Staaten bilden. Sie sind besonders geschützt vor dem Gesetz und sie stechen nicht. Auffällig ist oft der gelbe Blütenstaub, welcher von der Decke rieselt: Ein Bienenweibchen hat hier irgendwo einen schönen Nistplatz gefunden, dort legt sie ein Ei oder mehrere in einer Brutzelle ab, dazu dienen die kleinen Löchlein, Ritzen und Spalten. Hinzu fügt sie in aller Regel Blütenstaub, so hat die heranwachsende Brut Nahrung. Das Löchlein wird dann mit Lehm verschlossen. Von oben betrachtet sehen wir dann nur eine Lehmschicht. Die Brut wächst heran, ernährt sich von den Pollen und stößt, wenn sie ausgewachsen ist, das Loch auf und verlässt dann den Platz. Die Entwicklung ist bis Juni in aller Regel abgeschlossen. Schützen und Bewahren Sie diese kleinen Freunde und tolerieren bitte auch einmal den rieselnden Blütenstaub.

 

Im Siedlungsbereich, auf Kopfsteinpflaster und auf Wiesen und Rasenflächen finden wir besonders häufig die Sandbienen in größeren Ansammlungen, Kolonien vor. Diese sind vollkommen harmlos und bedürfen dem Schutz des Menschen.

 

Die Wildbienenarten fliegen lediglich von März bis Mai, je nach Witterung und Art auch bis Juni. Sie stechen nicht. Darunter fallen weitere Arten wie die Mauerbienen, Pelzbienen, Seidenbienen. Diese Bienenarten finden Sie im Siedlungsbereich vor allem an Fugen und Spalten alter Gemäuer und an Fachwerkhäusern.

 

Wie kann ich diese von den Wespen unterscheiden?

 

Wespen bilden einen Staat. Das Nest wird immer zentral an einer Stelle angeflogen, nicht wie bei den Bienchen. Hummeln bilden auch größere Ansammlungen sozialem Gefüges, diese wiederum lassen sich jedoch sehr gut von den Wespen unterschieden.

 

Bienen und Hummeln sind immer sehr pelzartig, sie weisen eine Körperbehaarung auf, deshalb sind sie weniger frostempfindlich und fliegen viel früher wie die Wespen. Der Bau von Wespenstaaten beginnt im Mai und Juni, wenn die Entwicklung der Bienen und Hummeln oftmals schon zu Ende geht.

 

 

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Wespen

(siehe bitte auch die Rubrik Wespen)

 

Jahreszeitlich gibt es hier große Unterschiede, was die Aggressivität von Wespen gegenüber den Menschen angeht. Nicht alle Wespennester muss man zwangsweise ausräuchern. Wir als Schädlingsbekämpfer sind fachlich bestens ausgebildet und verfügen über jahrelange Erfahrung.

 

Eine Wespenbekämpfung sollte stets ernst genommen werden. Experimente durch Laien sind gefährlich, oftmals bezahlt der Übermütige seinen Bekämpfungsversuch mit Stichen und einem Besuch beim Arzt, wenn er nicht gar noch dabei verunfallt. Das muss nicht sein. Ein Stich schmerzt durchschnittlich drei Tage, wenn nicht auch eine allergische Reaktion erfolgt. Die freie Zeit fernab der Arbeit, die Gartenparty oder die Geburtstagsfeier ist dann eingetrübt. Auch stechen nicht alle Wespen und vieles, was für Wespen gehalten wird, sind gar keine. Die Unterscheidung und Erklärung geben wir stets vor Ort und so können Sie sich als Auftraggeber beruhigt zurücklehnen und den Sommer auf Balkon oder Terrasse unbeschwert genießen. Besonders aufmerksam sollte man beim Betreten von Gartenhäusern sein, die sehr gerne als Nistplätze angenommen werden. Oftmals bemerkt der Mensch die Nester nicht, weil diese farblich mit dem Hintergrund verschwinden. Sobald dann Erschütterungen erzeugt werden, schwärmen die Tiere aus, weil sie einen Feind vermuten. Das ist stets ein Missverständnis, jedoch sind die Wespen von Natur aus darauf eingestellt, das Nest vor Erschütterung zu schützen. Dabei können sie keine Rücksicht nehmen und stechen zu. Eine Einsatz durch uns ist zügig erledigt, insoweit erforderlich und notwendig.

 

Mitunter muss keine Bekämpfung vorgenommen werden, weil es sich um Nützlinge handelt, die der Auftraggeber verwechselt hat. Das sehen wir umgehend vor Ort.

 

Sind Wespennester mehr- oder einjährig besiedelt?

Wespennester im allgemeinen sind lediglich einjährig. Das, weil es unhygienisch für die Wespen ist, das Nest mehrere Jahre zu nutzen. Wenn das Nest verlassen wurde, so nisten sich dort gerne Mäuse ein oder auch Motten.

 

Warum stechen Wespen?

Die Waben der Wespennester sind aus praktischen Gründen nach unten offen. So können Abfälle einfach entsorgt werden. Die Brutzellen, in welchem sich die gelegten Eier und die heranwachsende Brut befinden, sind demzufolge sehr sensibel, was Erschütterungen im Nestbereich angeht. Der andere Grund, warum Wespen stechen ist, dass die Arbeiterinnen, sobald das Nest zum Ende des Lebenszyklus verlassen wird, keine Beschäftigung mehr haben, deshalb sind sie stechfreudiger in dieser Zeit. Diese Zeit ist als die Pflaumenzeit bekannt.

 

Wie wird der Alarm im Nest ausgelöst?

Durch fremdartige Gerüche (Rauch) und durch Erschütterungen. Die Wespen verwenden ein Gift, welches in Richtung des Störenfrieds verspritzt wird. Das Gift ist gleichzeitig ein Aggregationspheromon, welches dazu führt, dass die übrigen Wespen in den Angriff übergehen. Wie lange lebt die Königin? Sie lebt nur einen Sommer. Die durch die Männchen begatteten Jungköniginnen bilden, insoweit sie den Winter überstehen im Frühjahr einen neuen Staat. Die alte Königin stirbt ab, wenn im Spätsommer die etwas größer aussehenden Jungköniginnen schlüpfen. Zu dieser Zeit sollten eigentlich möglichst keine Bekämpfungen mehr vorgenommen werden.

 

Welchen Dienst erweisen uns die Wespen und der Natur, welche Aufgaben haben sie?

Larven benötigen für schnelles Wachsum viel eiweisshaltige Nahrung von eiweissreichen Gliedertieren; Insekten wie Asseln, Spinnen, Tausendfüsslern. Wespen vertilgen demnach viele Insekten und tragen zum Gleichgewicht der Natur bei.

 

Wovon ernähren sich die ausgewachsenen Wespen?

In erster Linie benötigen sie Blütennektar, Honigtau von Baumsäften.

 

Warum haben Wespennester keine "Heizung"?

Wespen regulieren die Temperatur in ihrem Nest selbst durch Flügelschlagen. In Schlechtwetterzeiten versorgen sich die Wespen und die Larven gegenseitig.

 

Welche Wespen stechen, wie alt werden sie?

Die Arbeiterinnen können stechen, die männlichen Drohnen jedoch nicht. Die Arbeiterinnen sind steril, sie kümmern sich nur um den Nestbau und die Aufzucht von Brut und der Jungtiere. Die Arbeiterinnen leben ungefähr 2-4 Wochen.

 

Wie entsteht ein Wespenstaat, aus welchem Material wird das Nest gebaut und wie?

Eine Jungkönigin hat also den Winter irgendwo bei Ihnen im Dachstuhl, Schuppen, Garage oder anderswo überstanden. Im Frühjahr, sei es Mai oder Juni, wacht sie auf und begibt sich an die Arbeit. Sie knabbert mit ihren kauend-beißenden Mundwerkzeugen an Holz, welches sie zerkaut und mit Speichel mischt. So entsteht ein papierähnliches Material, aus welchem sie das Nest baut mit den entsprechenden Brutzellen, in welche sie jeweils ein Ei legt. Die Wespenkönigin hat in dieser Zeit viel Arbeit und ist vielen Gefahren ausgesetzt. Sie muss sich selbst versorgen, sie muss das Nest bauen, die Brut versorgen, sie muss das Nest verteidigen und sie darf dabei nicht auf der Suche nach Nistmaterial und Nahrung gefangen oder von einem Auto erwischt werden. Die aus der Brut entstehenden Wespen sind sterile Weibchen, welche fortan den weiteren Aufbau des Nestes vorantreiben. Die Königin verbleibt ab dieser Zeit im Nest und kümmert sich um die Eiablage. Die Arbeiterinnen versorgen Königin, Brut und sie bauen das Nest weiter aus. Das Spektakuläre ist, dass die Wespen ständig innere Schichten des Nestes abbauen und außen neue Schichten aufbauen. Dadurch wird das Nest immer größer.

   

Wespen und Feuerwehr?

Die Feuerwehr beseitigt keine Wespennester. Das tut sie lediglich noch für öffentliche Einrichtungen. 

 

 

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Besonders geschützte Wildbienen und Hummeln  

Hierbei handelt es sich um eine spezialisierte Gruppe innerhalb der Hautflügler. Sie erfüllen in der Natur die wichtige Aufgabe der Übertragung des Blütenstaubs. Dieses ist Voraussetzung für die Samen- und Fruchtreifung. Aus diesem Grund wurden sie vom Gesetzgeber unter besonderen Schutz gestellt.

 

Solitäre Wildbienenarten bilden keine Staaten, sie sind Einzelgänger. (Nur die Hummeln und Furchenbienen weisen eine höhere Form der Organisation auf.) Wildbienen  können in Kolonien auftreten, wenn die Nistgelegenheiten günstig sind (vor allem: Sonnenseite). Das Weibchen versorgt alleine den Nachwuchs. Es legt ein Ei, Nektar und Pollen an einem Nistplatz ab und verschließt diesen. Wildbienen stechen nicht. Sie siedeln sich bevorzugt an folgenden Stellen an: Zementmörtel und Lehmverputz von Hauswänden, im Kopfsteinpflaster, im Erdreich, in alten Gangsystemen von Käfern in Totholz, Ästen, Baumstümpfen, morschen Balken, alten Scheunen und Ställen, Fugen von Fachwerkhäusern, Trockenmauern.

 

Hummeln werden regelmäßig an folgenden Stellen angetroffen: Verlassene Mäusenester, Steinhaufen, Trockenmauern, Baumhöhlen, Vogelnistkästen, Spalte von Schuppen, Kellern, Dachböden, Rolladenkästen.  

Acker- und Wiesenhummeln sind ausgesprochen friedfertig, lediglich die Baumhummel ist für ihre hohe Stechfreudigkeit bekannt. Hummeln bilden einjährige Staaten. Es überwintern lediglich die Jungköniginnen außerhalb des Nestes im 5-20 cm tiefen Boden. Arbeiterinnen und Drohnen sterben ab. Die Umsetzung von Hummelnestern aufgrund von Geräuschbelästigung im Dachbereich muss bei der Naturschutzbehörde beantragt werden.  

 

Die Honigbiene als Ausnahme zu den Wildbienen und Hummeln sind eine wildlebende Art, die nicht besonders geschützt ist, man sollte sie aber schützen. Im Mai und Juni kann es vorkommen, dass sich eine Bienenkönigin mit tausenden Individuen auf den Weg macht einen neuen Staat zu gründen. Diese Schwärme verharren nur temporär vor Ort (in Form einer Traube), bis die Spurbienen einen neuen Nistplatz gefunden haben. Es sollte umgehend ein Imker verständigt werden um den Schwarm einzufangen, denn wahrscheinlich ist, dass sie einem Imker in der Nähe "ausgebüchst" sind. 

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